PHInanzielle Freiheit

Weniger ist mehr

"Weniger ist mehr". Ein Satz von dem du sicher schon einmal gehört hast. Ich habe mein Leben teilweise an dieses Motto angepasst und möchte dir meine Meinung dazu näher bringen!

„Weniger ist mehr!“, wird zwar von vielen Menschen gesagt, aber von wenigen gelebt.
Wir leben nämlich in einer lustigen Welt: Wer einen sparsamen Lebensstil pflegt, wird häufig von Leuten kritisiert, die mit Autos fahren, welche sie sich nur durch Kredite leisten können. Auch ist es heute normal einen Fernseher zu kaufen und ihn ratenweise zu bezahlen, weil das Geld für eine Einmalzahlung fehlt. Kredite und Schulden für Konsumgüter sind gesellschaftlich akzeptiert. Es ist für die Allgemeinheit vollkommen in Ordnung, dass man schon heute das Geld von morgen ausgibt. Warum eigentlich?

Das Streben nach MEHR

Stell dir vor du baust ein Haus. In deinem Ort ist es das größte, schönste und neueste. Alle beneiden dich darum und du erhältst viele Komplimente dafür. Da wir, als soziale Wesen, auf Lob und Zuspruch angewiesen sind, freust du dich natürlich sehr, wenn dir wieder jemand sagt, wie toll er dein Haus findet.

Zwei Jahre später, baut aber dein Nachbar ein größeres, schöneres und moderneres Haus. Das wars mit dem Zuspruch. Dein Haus, dass genauso aussieht, wie bisher, wirkt neben dem Neubau klein und nicht mehr so pompös wie davor.

Das empfindest nicht nur du so, sondern auch deine Nachbarn. Somit fallen auch die Komplimente, an die du dich die letzten zwei Jahre so gewöhnt hast, weg.
Was nun? Ein neues Haus bauen geht nicht, weil du die nächsten 30 Jahre den Kredit zurückzahlen musst.

Ein Haus dient hier nur als Beispiel. Du kannst dir diese Geschichte mit jedem beliebigen Gegenstand vorstellen. Sie wird immer ähnlich verlaufen.

Was jetzt?

Du wirst dich daran gewöhnen müssen, dass du nicht in der Lage sein wirst, immer die neuesten, teuersten und besten Dinge zu haben. Nach einer gewissen Zeit, wird jemand etwas neueres und besseres kaufen und dich so übertrumpfen.

Wenn du damit nicht leben kannst, solltest du vielleicht über deine Wertvorstellungen nachdenken. Das macht dich langfristig vermutlich glücklicher und vermögender als das Streben nach immer mehr Konsumgütern. Weniger Konsum, ist häufig mit mehr Glück verbunden!

Weniger Konsum ist mehr Freiheit!

Diesen Satz hast du sicher schon oft gehört. In der Regel wird er gerne von Menschen benutzt, die sich, „einen Shopping-Tag gönnen“, wenn sie schlecht drauf sind.

Denke kurz an 3 Dinge, die für dich wichtig sind, um ein erfülltes Leben zu haben!

Ich wette mit dir, dass diese drei Dinge weniger nach „Villa, Privatjet, Laptop“ geklungen haben als nach „Freunde, Familie, Freiheit die Dinge zu tun, die ich möchte“.
Scheinbar ist Konsum, für die meisten von uns, also tatsächlich nicht so wichtig, wie zwischenmenschliche Beziehungen oder Ähnliches. Das solltest du dir unbedingt klar machen und unseren Lebensstil dementsprechend anpassen!

Weder deine Freunde, noch deine Familie werden dich mögen nur weil du das schönste Auto hast, oder dich hassen, weil du lieber Fahrrad fährst. Wir beurteilen andere Menschen in der Regel nicht nach Besitz, sondern nach ihrem Verhalten und anderen Charakterzügen.

Auch Geld macht dich nicht glücklich!

Den Satz hast du wahrscheinlich noch öfter gehört, als „Konsum mach dich nicht glücklich!“. Auch er trifft vollkommen zu.
Vielleicht überrascht es dich ein bisschen, diesen Satz von mir zu hören. Einem Finanzblogger, der bald Arzt ist (dementsprechend gut verdienen wird) und in Aktien investiert.

Ich verrate dir ein Geheimnis: Durch diesen Blog habe ich bis jetzt keinen einzigen Euro verdient. Im Gegenteil. Ich muss jedes Jahr Geld bezahlen, um diesen Blog betreiben zu können. Das Ganze ist, finanziell gesehen, ein Verlustgeschäft. Es geht hier also nicht um Geld, sondern darum, dass es mir Spaß macht zu bloggen und anderen das Thema Geldanlage näher zu bringen.

Als ich im Alter von zwei oder drei Jahren das erste Mal den Wunsch geäußert habe Arzt zu werden, war ich viel zu beschäftigt damit mit Autos zu spielen, um mir Gedanken darüber zu machen, wie ich mir diese später leisten kann. Auch bei dieser Entscheidung, ging es also nicht ums Geld.

„Aber du investierst in Aktien – Kapitalistenschwein!“
Ja! Und du solltest es auch tun! Genau deshalb habe ich angefangen zu bloggen und sogar einen eigenen, kostenlosen Leitfaden geschrieben.
Bei meinen Investments geht es auch nicht um Geld. Zumindest nicht primär. Es geht um Freiheit und Unabhängigkeit.

Damit ich die Freiheit habe, Dinge zu tun die ich möchte und im Job kürzer zu treten, wenn sich die Reihung von Prioritäten in meinem Leben verändern sollte, brauche ich nunmal Geld.
Mir geht es beim Investieren nicht darum mein Geld zu vermehren, damit ich reich werde. Mein Vermögen ist nur ein Mittel zum Zweck. Der Zweck ist diese Freiheit und Unabhängigkeit.

Ich bin nicht glücklich, weil ich 10.000€ oder 10.000.000.000€ habe, sondern wenn ich die finanzielle Freiheit erreicht habe, die es mir ermöglicht AUSSCHLIESSLICH Dinge zu tun, die ich als interessant, unterhaltsam, oder sinnvoll erachte.

Brauchst du das alles wirklich?

Am Ende musst du für dich selbst entscheiden, welches Leben du möchtest!

Dafür muss du darüber nachdenken, ob du die ganzen teuren Sachen um dich herum wirklich brauchst um glücklich zu sein. Wenn du diese Frage mit ja beantwortest, dann ist das natürlich vollkommen okay. Genauso okay ist es, wenn du für dich entscheidest, dass du überhaupt keinen Luxus brauchst und frugal in einer kleinen Wohnung glücklich wirst, weil du so enorm viel Geld sparst und schon mit 30 Jahren finanziell frei bist. (wenn du dich für Frugalismus interessierst, dann empfehle ich dir diesen Blog)

Für mich persönlich ist es die goldene Mitte. Ich versuche mein Geld nicht für unnötigen Konsum auszugeben. Ich definiere mich weder durch mein Handy, noch über mein Auto oder meinen Laptop. Gleichzeitig, möchte ich aber auch nicht auf alles verzichten.

Ich möchte in einer Wohnung leben, die mir gefällt und die groß genug für mich und meine Familie ist. Auch macht es mir Spaß mit Freunden essen zu gehen, in den Urlaub zu fahren oder manchmal auf meiner PlayStation zu zocken.

Mit dem Mittelweg aus den beiden Welten, den ich für mich gefunden habe, bin ich komplett zufrieden. Ich gebe Geld für Dinge aus, die mir Spaß machen und mich erfüllen, kaufe mir aber nicht mehr alles, einfach nur um es zu haben. Dieses weniger an Konsum, ist für mich gleichbedeutend mit mehr Freiheit, weil ich so genug Geld zum sparen und investieren übrig habe.

Fazit – Darum ist weniger mehr!

Weder Geld noch Konsum allein werden dich langfristig glücklich machen. Das Gefühl nach dem Kauf von einem neuen Gegenstand ist schnell wieder verflogen und der Gegenstand selbst oft schon in kurzer Zeit alt.

Es wird immer Menschen geben, die mehr haben werden als du – gewöhn dich daran und versuche nicht ständig alle anderen mit materiellen Gegenständen zu übertrumpfen, sondern konzentriere dich darauf ein erfülltes Leben zu leben.

Überlege für dich was du brauchst, um glücklich zu sein und gestalte dein Leben dementsprechend. Weniger ist oft mehr!

Liebe Grüße,
Philipp

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