PHInanzielle Freiheit

Lohnen sich P2P Kredite?

Mittlerweile bin ich schon seit fast zwei Monaten P2P-Investor. Seitdem habe ich einige Nachrichten von Lesern erhalten, die mich fragen, ob sich diese P2P-Kredite wirklich als Investment eignen und was die Vorteile sind. Außerdem steht im Rahmen meiner "P2P-Serie" auch das monatliche Update über meine P2P Investitionen an.

Was P2P Kredite sind, habe ich bereits in einem anderen Blogartikel erklärt. Hier nochmal kurz: P2P Kredite sind Kredite von Privatpersonen an andere Privatpersonen.

P2P Kredite ermöglichen eine gute Rendite

Eine Investition, in die Assetklasse, ermöglicht zum Teil Renditen von über 10%. Verglichen mit Renditen, die man für sein Bankguthaben bekommt, ist das wirklich viel. Was man dabei allerdings nicht vergessen darf ist, dass Investments in diese Kredite mit entsprechenden Risiken verbunden sind, die deutlich höher sind als die eines Bankguthabens.

Diversifikation

Zu den wichtigsten Regeln, beim langfristigen Investieren, gehört es darauf zu achten, ausreichend breit zu streuen (zu diversifizieren).
So empfiehlt es sich beispielsweise, nicht in einzelne Aktien, sondern in ganze Indizes zu investieren, um das Risiko zu reduzieren.
Auch wenn ich, so wie viele andere Menschen, die sich mit verschiedenen Geldanlagestrstegien auseinandersetzen, der Überzeugung bin, dass es aktuell keine bessere Möglichkeit zum langfristigen Vermögensaufbau gibt, als breit diversifizierte ETFs, halt ich es für wichtig nicht ausschließlich in diese zu investieren.
P2P-Kredite sind, meiner Meinung nach, eine gute Möglichkeit um das Risiko breiter zu streuen, als es bei einer alleinigen Investition auf dem Aktienmarkt der Fall wäre.

P2P Kredite als Alternative zum Tagesgeld?

Gerade Funktionen wie Go&Grow (Bondora) oder Invest&Access (Mintos) bieten die Möglichkeit an, sein Geld auf P2P-Plattformen zu „bunkern“. Das ist verlockend und ich nutze diese Möglichkeit für mein Urlaubsgeld, so geht sich im Sommer dann der eine oder andere Cocktail mehr aus. Zumindest ist das der Plan. 😉
Dieses Geld ist schnell verfügbar (gilt vor allem für Go&Grow) und kann wieder zurück auf das normalen Konto überwiesen werden. 
Klingt eigentlich wie ein Tagesgeldkonto, nur mit deutlich besseren Zinsen. Warum also nicht das gesamte Vermögen dort parken?
Wenn es nur so schön wäre! Es gilt hier, wie überall anders auch: Rendite ist Schmerzensgeld für eingegangenes Risiko.
P2P Investments zählen definitiv zu den riskanten Anlageklassen. Das muss man sich unbedingt bewusst machen. Aus diesem Grund, ist es keine gute Idee sein gesamtes Vermögen in diese Kredite zu investieren.
Gerade aber für kleinere Beträge, auf die man nicht angewiesen ist, eignen sich diese Plattformen aber ausgezeichnet, um Geld dort für einen gewissen Zeitraum anzulegen und von der vergleichsweise hohen Rendite zu profitieren.

Einfach und unkompliziert

Die P2P Plattformbetreiber arbeiten hoch professionell. Die Websites sind übersichtlich gestaltet und man findet sich innerhalb weniger Minuten zurecht, ohne ewig nach gewissen Funktionen suchen zu müssen. Da könnte sich die eine oder andere Bank, mit ihrem Online-Auftritt, etwas anschauen.
Auch die Registrierung bei diesen Plattformen, ist in wenigen Minuten erledigt und äußerst unkompliziert.

Nachteile der P2P Kredite

„All das klingt ja nach einem super Investment. Zinsen von über 10%, während ich auf der Bank so gut wie nichts für mein Geld bekomme? – Warum nicht gleich das gesamte Vermögen investieren?“

Das liebe Risiko!

Wenn du bereits einige meiner Blogartikel gelesen hast, wirst du schon auf einen meiner Lieblings-Börsenweisheiten gestoßen sein: „Rendite ist Schmerzensgeld für das Eingehen von Risiken!“
Ohne Risiko, gibt es keine Rendite. Falls du eine hohe Rendite möchtest, musst du ein entsprechendes Risiko in Kauf nehmen.

Rendite ist Schmerzensgeld für das Eingehen von Risiken!

Der Totalausfall und wie man sich bestmöglich schützt

Das Schlimmste, das dir bei P2P Krediten passieren kann, ist ein „Totalausfall“. Das bedeutet, dass der Kreditnehmer schlichtweg nicht in der Lage ist, das geliehene Geld zurückzubezahlen. In der Regel wird dann noch über Inkasso-Verfahren versucht das Geld zurück zu bekommen, hin und wieder kommt es aber tatsächlich dazu, dass das verliehene Geld verloren ist. Meine P2P-Strategie sieht vor, nur wenige Euro in einen Kredit zu investieren. So streue ich meine Investition über sehr viele Kredite und kann durch diese Diversifikation mein Risiko reduzieren. Wenn ein Kredit ausfällt, ist das kein Problem, weil andere Kredite, in die ich investiert bin, dieses Minus mehr als nur ausgleichen. Schwierig wird es natürlich, wenn mehr Kredite ausfallen, dann wird irgendwann der Punkt erreicht an dem die Zinsen aus den anderen Krediten nicht mehr ausreichen, um unter dem Strich immer noch ein positives Ergebnis zu erzielen.

Entwicklung meiner P2P-Investitionen

Nachdem mittlerweile mein zweiter Monat als P2P Investor vorbei ist, möchte ich euch wieder einen Überblick über meine P2P Investments geben.
Im Februar habe ich insgesamt 6,24€ Zinsen, durch P2P-Kredite erhalten. Die Zinsen teilen sich wie folgt auf: 2,69€ – Bondora und 3,55€ – Mintos. Im Vergleich zum letzten Monat, ist dies schon ein kleiner Fortschritt, der aber immer noch Potential nach oben zulässt. Ich bin gespannt wie es weiter geht!

Zusammenfassung

Ich halte P2P-Kredite, aufgrund der hohen möglichen Rendite, für eine gute Depotbeimischung. Ein weiterer Vorteil, der sich durch eine Investition in diese Asset-Klasse ergibt, ist die zusätzliche Diversifikation die dadurch erzielt werden kann.
Bei aller Euphorie, aufgrund der möglichen Jahresrenditen von über 10%, darf man nicht vergessen, dass eine Investition in diese Kredite auch mit einem hohen Risiko verbunden ist. Investiere also keinen zu großen Anteil deines Vermögens in diese Assetklasse.

Liebe Grüße,
Philipp

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