LOGO_weiß_1
LOGO_weiß_1

PHInanzielle Freiheit

Nimm dein Geld in deine Hände!

Crowdfunding und Crowdinvesting

Crowdfunding kommt bei Privatanlegern immer mehr ins Gespräch. Aber was ist die Schwarmfinanzierung genau? Was sind die Vor- und Nachteile von Crowdfunding? Was ist der Unterschied zu Crowdinvesting? Lohnt sich diese Anlageklasse für Privatanleger?
Crowdfunding und Crowdinvesting

Inhalt

Definition - Was ist Crowdfunding?

Beschäftigen wir uns zu Beginn mit der Definition von Crowdfunding. Das Wort setzt sich aus zwei englischen Begriffen zusammen. Einerseits „Crowd“, was soviel wie „Gruppe“ bedeutet und andererseits „funding“, was man mit „Finanzierung“ übersetzen kann. Das deutsche Wort für Crowdfunding ist „Schwarmfinanzierung“.

Der Definition nach ist Crowdfunding eine Finanzierungsform, bei der mehrere Anleger zusammen in ein Projekt investieren. Es stellt somit eine Alternative zu klassischen Finanzierungsmöglichkeiten, wie beispielsweise Bankkrediten dar.

Etabliert hat sich die Schwarmfinanzierung vor allem durch die fortschreitende Digitalisierung. So wurde es einfacher, die verschiedenen Marktteilnehmer zu vernetzen und es der breiten Masse zu ermöglichen, in Projekte zu investieren.

Das spannende für Investoren ist, dass man sich bereits mit geringen Beträgen (je nach Plattform ab 5€) an Projekten beteiligen kann. Im Verhältnis zum gesamten Kapital, das zur Finanzierung eines Projekt benötigt wird, ist die Summe, die von einzelnen Anlegern eingebracht wird also nur ein geringer Anteil.

Crowdfunding und die Freiheitsstatue

Bevor wir uns näher mit dem Thema beschäftigen, möchte ich hier noch kurz auf einen „Funfact“ hinweisen. Crowdfunding klingt nach einem dieser neuen komplizierten Wörter in der Finanzbranche. So neu ist die Idee der Schwarmfinanzierung aber gar nicht.

Die Ursprünge des Crowdfundings gehen ins 18. Jahrhundert zurück. 1885 wurde der Sockel für die Freiheitsstatue durch New Yorker Bürger finanziert.

Welche Arten von Crowdfunding gibt es?

Die Definition von Crowdfunding haben wir geklärt. Beschäftigen wir uns jetzt genauer damit. Es gibt vier Arten der Schwarmfinanzierung. Auf diese möchte ich in weiterer Folge genauer eingehen.

Klassisches Crowdfunding

Widmen wir uns zuerst dem klassischen Crowdfunding, das auch Schwarmfinanzierung genannt wird.

Bei dieser Form, erhält die Crowd, die an der Finanzierung eines Projekts beteiligt ist eine nicht-finanzielle Gegenleistung. Häufig handelt es sich um ein kleines Geschenk. Manchmal bekommt man aber auch das Produkt, an dessen Finanzierung man sich beteiligt hat.

Das klassische Crowdfunding eignet sich vor allem für Unternehmen, die neue und innovative Produkte und Services anbieten möchten und für deren Entwicklung Geld brauchen.

Neben der Finanzierung eines zugrundeliegenden Projekts, wird Schwarmfinanzierung als Marketinginstrument genutzt, um mediale Aufmerksamkeit zu erreichen.

Crowdinvesting

Crowdinvesting wird häufig mit Crowdfunding gleichgesetzt, obwohl sich die Definition der beiden unterscheidet.

Beim Crowdfunding gibt es, wie bereits erwähnt, für das Investment eine Sach- bzw. immaterielle Gegenleistung. Beim Crowdinvesting, wird der Investor an dem Unternehmen, in das er investiert hat, beteiligt. Hier erhofft sich der Anleger eine Wertsteigerung, der Unternehmensanteile, in seinem Besitz.
Neben der Wertsteigerung erhalten Investoren, bei einer entsprechend positiven Entwicklung des Unternehmens, auch fixe bzw. erfolgsabhängige Renditen.

Crowdinvesting ist eine Finanzierungsform für junge Unternehmen. Das Ziel ist es Kapital von vielen kleinen Investoren einzusammeln und so einen großen Hauptinvestor, mit entsprechend viel Mitspracherecht, zu vermeiden.

Crowdlending

Beim Crowdlending wird von der Crowd ein Kredit vergeben. Wie eine Bank erhält sie dafür regelmäßige Zins- und Tilgungszahlungen vom Kreditnehmer.

Ein anderer Begriff für diese Form des Crowdfundings ist „P2P-Kredit“. Da ich mich mit dieser Anlageklasse schon in einigen Blogartikeln beschäftigt habe, möchte ich hier nicht weiter darauf eingehen.

Spenden Crowdfunding

Crowdfunding soziale Projekte

Beim sogenannten Spenden Crowdfunding, unterstützt die Crowd soziale Projekte, ohne eine Gegenleistung zu erhalten. Aus Sicht eines Anlegers, der ausschließlich renditenorientiert ist, ist diese Form der Schwarmfinanzieurng irrelevant.

Ich denke, dass es trotzdem gut ist, wenn man Crowdfunding auch dafür nutzt, um soziale Projekte zu unterstützen. So kann man viel Gutes bewirken. Das Gefühl anderen Menschen zu helfen ist meiner Meinung nach mehr wert als 0,1% mehr Rendite.

Wie funktioniert Crowdfunding / Crowdinvesting

Nachdem wir uns mit der Definition und verschiedenen Crowdfunding Arten beschäftigt haben, werfen wir jetzt einen Blick in die Theorie hinter dieser Finanzierungsform.

4 Schritte einer Crowdfunding Kampange

Weil ein Bild mehr als 1.000 Worte sagt, möchte ich hier auf eines eingehen, dass den Prozess der Schwarmfinanzierung veranschaulicht. Das Bild stammt von der Plattform crowdfunding.de. Dort erhältst du noch viele weitere Informationen zur Schwarmfinanzierung.

Crowdfunding soziale Projekte Schwarmfinanzierung

1. Vorstellung

Im ersten Schritt muss der Gründer eines Unternehmens eine Idee für ein Projekt haben und sich Gedanken über verschiedene Dinge, wie etwa das benötigte Kapital, machen.
Auch die Frage von genauen Konditionen, zu denen die Crowd ihr Geld investieren kann, werden hier festgelegt.

In der Folge, muss eine Kampagne erstellt werden und eine entsprechende Crowdfunding Plattform gefunden werden. Auf dieser soll das Projekt Investoren vorgestellt werden, die darin investieren können. Es gibt viele verschiedene Crowdfunding Plattformen, die Investitionen in Immobilien, Startups, aber auch in soziale Projekte ermöglichen.

2. Finanzierung

Wenn eine Plattform gefunden ist und genug Investoren für das Projekt begeistert werden konnten, wird das Crowdfunding Ziel hoffentlich erreicht.

Dabei entscheidet jedes einzelne Mitglied der Crowd individuell mit wie viel Geld es sich an dem Projekt beteiligen möchte.

Anders als bei klassischen Finanzierungen, entscheidet bei der Schwarmfinanzierung nicht eine klassische Instanz, wie eine Bank, darüber ob ein Projekt finanziert wird, sondern die Crowd.

3. Umsetzung

Sollte das Finanzierungsziel erreicht werden, wird das Geld an das jeweilige Projekt bzw. das entsprechende Unternehmen ausgezahlt. Falls das Ziel nicht erreicht wird, geht das Geld meistens an die Crowd zurück. Dieses Vorgehen wird „Alles-oder-nichts-Prinzip“ genannt und wird bei den meisten Plattformen angewendet.

Nach der Auszahlung der Finanzierung, wird mit der Umsetzung des Projekts begonnen.

4. Gegenleistung

Wenn das Projekt läuft, kommt es zu dem, für Investoren, wichtigsten Punkt: der Gegenleistung. Je nach Vereinbarung bekommen die Anleger das entwickelte Produkt, Zinsen oder erfahren eine Wertsteigerung ihrer Unternehmensanteile.

Wenn du soziale Projekte durch Crowdfunding finanzierst, fällt diese Gegenleistung meistens weg. Dafür hat man das Gefühl anderen Menschen geholfen zu haben, was viel mehr wert ist.

Was springt für die Crowdfunding / Crowdinvesting Plattform raus?

Gerade habe ich von Plattformen gesprochen, die Investoren und Unternehmen zusammenbringen.

Nachdem die Betreiber dieser Plattformen keine Heiligen sind, sondern Geld verdienen möchten, muss für die jeweilige Plattform etwas übrig bleiben.

Je nach Anbieter gibt es hier verschiedene Modelle zur Finanzierung. Häufig erhält die Plattform einen Anteil der Investitionssumme als Bezahlung. Eine andere Einnahmequelle einer Crowdinvesting Plattform können Gewinnbeteiligungen oder fixe Vergütungen sein.

Vor- und Nachteile von Crowdfunding / Crowdinvesting

Schwarmfinanzierung Crowdfunding

Du kennst die Definition von Crowdfunding, seine verschiedenen Arten und wissen wie diese Anlageklasse funktioniert. Beleuchten wir zusammen die Vor- und Nachteile von Crowdfunding.

Vorteile

Beide Seiten profitieren

Crowdfunding ermöglicht schnelle und unkomplizierte Finanzierung von Projekten. Dafür ist für das Unternehmen, im Vergleich zu der klassischen Finanzierung, durch einen Bankkredit, weit weniger bürokratischer Aufwand nötig. Auch sind die Zinsen, die für die entsprechende Summe bezahlt werden bei dieser Finanzierungsform meist geringer, als bei einem herkömmlichen Kredit.

Für dich als Investor, kann sich durch diese Anlageklasse eine attraktive Rendite ergeben, wenn du auf erfolgreiche Projekte setzt.

Geringe Einstiegssumme

Denke kurz an die Definition von Crowdfunding: Eine große Summe, wird durch viele kleine Anleger finanziert. Der einzelne Anleger muss nur einen kleinen Teil der Investitionssumme aufbringen.

So kann ein Privatanleger problemlos in viele verschiedene Projekte investieren und so seine Geldanlage und das Risiko streuen. Diese Diversifikation ist bei Crowdfunding vermutlich noch wichtiger als bei der Anlage in Aktien.

Hohe Renditechancen

Wenn man sich früh, an einem später erfolgreichen Unternehmen, beteiligt hat, winken einem Crowdfunder hohe Renditen.

Ich möchte aber nichts beschönigen. Viele der Projekte, in die investiert wird, scheitern schon in einer frühen Phase. Mehr dazu später.

Beteiligung an einer Idee

Was Crowdfunding für mich spannend macht, ist die Möglichkeit sich an Ideen und Innovationen zu beteiligen. Man wird ein kleiner Teil eines gemeinsamen Projekts. Das ist schon ein spannendes Gefühl.

Crowdfunding beziehungsweise Crowdlending war meine erste Geldanlage (neben meinem Bankkonto). Als ich 18 war, hat mein Lieblingsfußballverein ein neues Stadion bauen wollen. Zur Finanzierung dieses Baus kam auch Crowdlending zum Einsatz. So konnten Fans sich am Bau des Stadions beteiligen. Ich habe damals 500€ investiert.

Ein Musterbeispiel für Geldanlage war diese Investition nicht. Ich dachte, dass ich diese 500€ spendete und im Gegenzug mein Name auf das Stadion geschrieben wird. Nach einem Jahr habe ich aber Zinsen, auf das von mir investierte Geld bekommen. Nach einer kurzen Recherche, habe ich festgestellt, dass ich dem Verein ein Darlehen gegeben habe und für die investierte Summe sieben Jahre lang Zinsen erhalte, bis sie mir am Ende der Laufzeit vollständig zurückgezahlt wird.
In dem Fall ist meine Blauäugigkeit gut ausgegangen. Mein Name steht auf dem Stadion, ich erhalte Zinsen und denke jedes Mal, wenn ich im Stadion stehe kurz daran, dass ich einen Teil davon mitfinanziert habe. Wie schon gesagt: Ein cooles Gefühl.

Transparenz

Weg von der Romantik und zurück zum Thema. Neben den erwähnten Punkten, gibt es einen weiteren Vorteil den Crowdfunding, anderen Anlageklassen voraus hat: Transparenz.

Das Konzept der Schwarmfinanzierung lebt von Vertrauen. Dabei ist es egal, ob Crowdfunding für die Realisierung einer neuen Technologie oder für soziale Projekte verwendet wird. Potentielle Investoren müssen an eine Idee bzw. ein Projekt glauben, um ihr Geld zu investieren. Damit das funktioniert, müssen die Unternehmen ihre Spender regelmäßig auf dem neuesten Stand halten. So stärken sie das Vertrauensverhältnis einerseits und gewinnen andererseits neue Spender hinzu.

Wenn Anleger merken, dass ein Projekt sich gut entwickelt und vielversprechend ist, sind sie eher gewillt sich an dieser Idee zu beteiligen, als wenn sie überhaupt keine Informationen bekommen würden.

Transparenz ist gerade bei der Schwarmfinanzierung besonders wichtig.

Crowd ist Teil des Projekts

Anleger, die ihr Geld in Crowdfunding oder Crowdinvesting Projekte investieren, machen dies aus Überzeugung. Wenn sie von dem Projekt nicht angetan wären, würden sie ihr Geld nicht zur Verfügung stellen.

Dadurch, dass die Crowd ein Teil des Projekts ist, entstehen weitere Vorteile. Anleger werden Anderen von einem coolen Projekt erzählen, auf das sie gestoßen sind. Das führt zu einer Steigerung der Bekanntheit, die gerade für junge Firmen von großer Wichtigkeit ist.

Häufig werden die Investoren, von den Initiatoren des Projekts, nach ihrer Meinung zu diversen Produktdetails gefragt. Das ist vergleichbar mit kleinen Markttests. Durch direktes Feedback der Crowd, können entsprechende Produktverbesserungen vorgenommen werden, die einen Erfolg wahrscheinlicher machen.

Nachteile

Natürlich hat Crowdfunding nicht nur Vor-, sondern auch Nachteile, auf die ich hier eingehen werde.

Aufwand

Zeit Investieren

Als große Herausforderung bei der Schwarmfinanzierung sehe ich den nötigen Zeitaufwand, der mit Investitionen in diese Anlageklasse einher geht.

Wenn du sinnvoll in verschiedene Projekte investieren willst, musst du dich in diese einarbeiten. Falls du von der Materie keine Ahnung hast, wird es dir nicht gelingen zu entscheiden, ob es sinnvoll ist dein Geld in ein Projekt anzulegen. Das gilt nicht nur für Crowdfunding, sondern auch für alle anderen Formen der Geldanlage.

Viele innovative Projekte werden über Crowdfunding bzw. Crowdinvesting finanziert. Da die entstehenden Produkte häufig noch nicht am Markt sind, ist umso mehr Recherche nötig, um zu verstehen was das Produkt besser macht, als bereits vorhandene.

Du musst auch darüber nachdenken, ob es überhaupt Nachfrage bzw. einen Markt für das Produkt gibt. All diese Recherchen nehmen viel Zeit in Anspruch.

Nicht nur die Beschäftigung mit dem Produkt kostet Zeit. Es ist sinnvoll, sich in die Geschäftsberichte und Prognosen des Unternehmens einzuarbeiten. Du musst verstehen, wofür ein Unternehmen Geld ausgibt und abschätzen können, ob die Prognosen, für die Zukunft, realistisch sind.

Neben den angeführten Punkten, ist auch die Verfolgung deiner Investments mit Aufwand verbunden. Wenn du in ein oder zwei Projekte investiert, hält sich dieser Aufwand in Grenzen. Solltest du aber in viele unterschiedliche Projekte investieren, was aus Sicht der Diversifikation sinnvoll ist, wird das Tracking entsprechend viel Zeit in Anspruch nehmen.

Laufzeiten

Wenn du in Crowdfunding Projekte investierst, wirst du dein Geld über mehrere Jahre binden müssen. Das ist ansich kein Problem, sollte dir aber bewusst sein. Über dieses Geld kannst du über den entsprechenden Zeitraum nicht verfügen. Das macht es besonders wichtig, sich einen entsprechenden Notgroschen anzusparen, bevor man damit anfängt Geld zu investieren.

Risiko

Ich glaube, dass ich dir nichts Neues erzähle, wenn ich dir sage, dass viele Startups scheitern. Auch wenn sie wirklich coole Ideen haben.

Wenn ein Unternehmen pleite geht, ist dein Geld weg. Du würdest in dem Fall einen Totalverlust erfahren. Das gerade junge Unternehmen öfter von einer Pleite bedroht sind, als solide Firmen die lange am Markt sind ist kein Geheimnis.

Die Projekte werden zwar häufig von den Plattformen geprüft, trotzdem liegt das Risiko bei dir als Investor.

Aus diesem Grund sind Investitionen in Crowdfunding- oder Crowdinvesting Projekte mit einem höheren Risiko verbunden, als gut diversifizierte Investitionen an der Börse, beispielsweise durch ETFs.

Für wen ist Crowdfunding / Crowdinvesting interessant

Crowdfunding ist durch hohe potentielle Renditen vor allem für Investoren interessant, die zumindest einen Teil ihres Geldes eher riskant investieren wollen.

Wir erinnern uns: Rendite ist das Schmerzensgeld für das eingehen von Risiken. Je höher das Risiko, desto höher die Rendite.

Wenn du dein Geld eher konservativ und sicher investieren möchtest, ist Crowdfunding sicher nicht die richtige Anlageklasse für dich. Das Risiko eines Totalverlustes ist hier größer, als bei anderen Anlageklassen.

Generell empfehle ich dir, den Anteil an Crowdfunding an deinem Gesamtvermögen, eher gering zu halten. Einen Richtwert von fünf bis maximal zehn Prozent erscheint mir hier vernünftig, wenn du ein Investor bist, der kein Problem mit dem Eingehen von Risiken hast.

Ein ganz anderer Gesichtspunkt ist das Crowdfunding für soziale Projekte. Dort geht es nicht um Renditeoptimierung, sondern darum etwas Gutes zu tun.

Darauf solltest du beim Crowdfunding achten

Nachdem wir uns dem Ende des Artikels nähern und du schon das eine oder andere über Crowdfunding gehört hast, die Definition kennst und eine Ahnung hast, wie es funktioniert, möchte ich dir ein paar Tipps geben, die für eine Anlage in diese Assetklasse relevant sind.

Information

Bevor du in irgendein Crowdfunding Projekt investierst, musst du verstanden haben wie Crowdfunding funktioniert. Wenn du keine Ahnung von einer Anlageklasse hast, werden deine Investitionen langfristig schlechte Renditen liefern.

Wenn du in Erwägung ziehst, hier zu investieren, ist es wichtig, dass du dich in das Thema einarbeitest. Dieser Artikel ist ein guter Anfang reicht aber nicht aus. Es gibt eigene Blogs oder YouTube Kanäle, die sich ausschließlich mit dieser Anlageklasse beschäftigen. Auch wurden schon einige Bücher über das Thema geschrieben. Dort findest du detaillierte Informationen zur Schwarmfinanzierung.

Du solltest dir auch Gedanken darüber machen, was passiert, wenn ein Crowdfunding Projekt scheitert. Gerade bei neuen Unternehmen ist das ein realistisches Szenario. Diesbezügliche Informationen findest du in den AGBs der Crowdfunding Plattformen.

Auch wenn du mit Crowdfunding soziale Projekte unterstützen möchtest, solltest du darüber nachdenken, ob dein Geld in diesem Projekt wirklich gut aufgehoben ist, oder ob du es sinnvoller einsetzen könntest.

Kein Mitspracherecht

Auch wenn du dich beim Crowdinvesting an einem Unternehmen beteiligst und dir somit ein Teil dieses Unternehmens gehört, hast du kein Mitspracherecht bei Entscheidungen, die innerhalb des Unternehmens gefällt werden. Du bist ein klassischer „stiller Teilhaber“.

Das muss nicht unbedingt negativ sein. Wenn ich in ein Projekt aus dem Technologiebereich investiere, lege ich beispielsweise wenig wert auf dieses Mitspracherecht, weil ich mich dort weniger gut auskenne, als die Menschen, die Entscheidungen innerhalb dieses Projekts treffen. Ich verlasse mich also gerne auf ihre Expertise.

Wenn du aber wert darauf legst, mitentscheiden zu können, ist Crowdinvesting vermutlich die falsche Anlageklasse für dich.

Du musst das Projekt verstehen

Bevor du in ein Projekt investierst, musst du wirklich verstehen worum es sich handelt. Du musst dir über die Risiken und Chancen bewusst sein und abwägen, ob das Verhältnis der beiden in Ordnung ist.

Dafür wirst du viel Zeit investieren müssen. Wenn du diese Zeit nicht aufbringen möchtest, kann ich das gut nachvollziehen. In dem Fall wirst du als Anleger mit Crowdfunding aber nicht glücklich werden.

Crowdfunding und Crowdinvesting: Fazit

Lass mich am Ende dieses Artikels noch kurz die wichtigsten Punkte wiederholen.

Die Definition von Crowdfunding ist, dass sich eine Masse („Crowd“) an der Finanzierung („Funding“) von diversen Projekten beteiligt. Beim Crowdfunding werden nicht nur kapitalistische, sondern auch soziale Projekte finanziert.

Es gibt vier verschiedene Arten des Crowdfundings: Klassisches Crowdfunding, Crowdinvesting, Crowdlending, Spenden Crowdfunding für soziale Projekte.

Für den Prozess, sind vier Schritte notwendig, die du in dem Bild weiter oben sehen kannst. Diese reichen von der Vorstellung des Projekts, über die Finanzierung bis zur Umsetzung und Gegenleistung für die Crowd.

Neben zahlreichen Vorteilen, wie geringen Investitionssummen, hohe Renditechancen und auch der möglichen Einbindung von der Crowd bei Produktfragen, gibt es allerdings auch einige Nachteile, die mit dieser Anlageklasse einher gehen. Einerseits ist Crowdinvesting mit relativ viel Aufwand verbunden. Andererseits geht mit dieser Form der Geldanlage auch ein hohes Risiko einher.

Aus diesem Grund eignet sich Crowdfunding in erster Linie für Anleger, die bereit sind Risiken einzugehen und auch wirklich die Zeit aufbringen möchten, um sich mit den verschiedenen Projekten auseinanderzusetzen.

Was hältst du von Crowdinvesting? Investierst du selbst in Projekte, oder bist du der Ansicht, dass das Risiko dieser Anlageklasse zu groß ist? – Ich freu mich darauf deine Meinung in den Kommentaren zu lesen.

Liebe Grüße,
Philipp

Disclaimer: KEINE ANLAGEBERATUNG ODER EMPFEHLUNG: Die vom Autor dieses Artikels behandelten, ETFs, Fonds, und weitere Anlageformen, sind immer mit Risiken behaftet. Alle Texte sowie die Hinweise und Informationen stellen keine Anlageberatung oder Empfehlung dar. Sie wurden nach bestem Wissen und Gewissen aus öffentlich zugänglichen Quellen übernommen. Alle zur Verfügung gestellten Informationen (Gedanken, Prognosen, Kommentare, Hinweise, Ratschläge, etc.) dienen allein der Bildung und der privaten Unterhaltung.

Philipp

Philipp

Philipp ist Mitte 20 und am Ende seines Medizinstudiums. Er setzt sich schon seit mehreren Jahren mit den Themen Finanzen und Geldanlage auseinander. 2019 hat Philipp sich dazu entschlossen, einen Blog über diese Themen zu starten, um auch andere Menschen zu motivieren, ihre Finanzen in die eigenen Hände zu nehmen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Suche

Letzte Artikel

Folge mir

Newsletter

Du möchtest am Laufenden bleiben und mein exklusives Monatsupdate bekommen? Melde dich hier für meinen Newsletter an!

Bekannt aus

Voriger
Nächster

Diese Seite verwendet Cookies, um dir das bestmögliche Erlebnis zu gewährleisten. Surfst du weiterhin auf unserer Seite, stimmst du unserer Cookie-Nutzung und unserer Datenschutzerklärung zu.